Lykischer Weg – 500 Kilometer zu Fuß durch das Taurusgebirge.

Wahrscheinlich lässt sich nirgendwo sonst auf der Welt eine Trekkingtour mit dem Sprung ins kühle Nass und viel Kultur besser verbinden als auf dem etwa 500 Kilometer langen Fernwanderweg zwischen Fethiye und Antalya.

Dank der guten Infrastruktur an der „Türkisküste“ kommen nicht nur ambitionierte Trekker voll auf ihre Kosten. Auch Wanderer, die einzelne Tagesetappen mit einem Badeurlaub verbinden möchten sind auf dem Lykischen Weg gut aufgehoben.

Lykischer Weg - 500 km zu Fuss durchs Taurusgebirge

Lykischer Weg – 500 km zu Fuss durchs Taurusgebirge

Am Flughafen in Antalya angekommen machen wir uns gleich auf den Weg zum Busbahnhof. Um keine Zeit zu verlieren nehmen wir uns ein Taxi, um die knapp 20 Kilometer schnellstmöglich zurückzulegen und ohne großen Zeitverlust zum Ausgangspunkt unserer Trekkingtour zu gelangen. Es ist Anfang Juni und die Trekkingsaison ist eigentlich schon beendet, da es jetzt jeden Tag ein bisschen mehr „Afrika“ wird.

Am Busbahnhof müssen wir keine 30 Minuten warten, bis der nächste Bus über die Küstenstraße ins etwa 7 Stunden Fahrzeit entfernte Fethiye startet. Wir sind zwar etwas müde, aber die Fahrt bietet sämtlichen Komfort, den man sich nur wünschen kann. So gehören Klimaanlage und WiFi-Zugang zur Standardausstattung in den Fernbussen der Türkei. Unsere Augen können sich nicht an der atemberaubenden Bergkulisse und dem türkisblauen Meer sattsehen. Hier werden wir also die nächsten Wochen unterwegs sein!

Bevor wir zu unserer Trekkingtour starten, gönnen wir uns noch einen Tag zur Akklimatisierung. Schließlich sollte man gerade am Anfang die Sache etwas lockerer angehen…

Ausgeruht und guter Dinge starten wir die erste Etappe unserer Tour. Der schweißtreibende Aufstieg zum Etappenbeginn und die gnadenlos brennende Sonne fordern mich gleich zu Anfang. Der Schweiß rinnt mir aus allen Poren und nach nicht einmal 10 Minuten bin ich klatschnass. Nadine scheint das alles viel weniger auszumachen, zumindest ist sie noch trocken. Zudem mache ich den Fehler, mich beim Trinken nicht zurückzuhalten, was die ganze Sache nicht besser macht. Als unmittelbare Folge fange ich nur noch mehr an zu schwitzen und verliere wertvolle Mineralien. Mein Gesicht ist schon nach weniger als einer Stunde von einer dicken Salzkruste überzogen. „Sch…! Was hast Du bloß wieder für einen Urlaub geplant?“ Nadine scheint meine Gedanken zu lesen und fängt an zu grinsen, schließlich war es ja meine Idee.

Nach den knapp 18km der ersten Etappe schlagen wir unser Lager auf. Ich bin fix und fertig und versuche alle Speicher wieder aufzufüllen. Ich habe zwar keinen Hunger, zwinge mir aber eine große Portion Couscous mit Gemüse rein und nehme ein elektrolythaltiges Getränk zu mir. Schon besser! Ein Weizenbier hätte es aber auch getan 😉 !!! Morgen werde ich nicht noch einmal denselben Fehler machen! Man sollte in der Hitze versuchen nur zu trinken, wenn der Mund anfängt trocken zu werden und möglichst kleine Schlucke zu sich nehmen. So kann man dem übermäßigen Schwitzen wenigstens etwas Einhalt gebieten.

Die nächsten beiden Etappen verlaufen schon wesentlich besser und ab dem vierten Tag sind wir dann so richtig in unserem Trott. Die Küstenetappen sind zwar sehr heiß und es gilt manchmal anstrengende Klippenkraxelei zu bewältigen, aber das kann uns nun nicht mehr aufhalten. Die grandiose Landschaft und die Aussichten auf die türkisblauen Buchten des Mittelmeeres entschädigen für alle Strapazen. Der einzige Dorn im Auge ist die Macchie. – Abends sehen unsere Beine manchmal aus wie durch den Fleischwolf gedreht.

Die Zeit vergeht wie im Flug. Mittlerweile sind wir in Kaş angekommen. In dem schmucken Städtchen gefällt es uns so gut, dass wir uns einen weiteren Ruhetag genehmigen. Schließlich haben wir fast die Hälfte unserer Tour geschafft. In der wunderschönen Aphrodite Pension kann man es sich so richtig gut gehen lassen und Wunden lecken. (Bilder von meinen Füßen erspare ich euch an dieser Stelle, auch wenn andere Outdoorenthusiasten ware Fußfetischisten sind. 😉 ) An unserem freien Tag schlendern wir durch das Städtchen, schauen uns die Steinsarkophage und das Amphitheater an.

Mit neuer Motivation zum Laufen starten wir auf die nächsten Etappen und wandern entlang unbesiedelter Küstenabschnitte, über den perfekten Lagerplatz gegenüber der Insel Körmen Adası, den beeindruckenden Ruinen des antiken Aperlai und Üçagiz bis nach Demre. Hier verbringen wir einen weiteren Ruhetag, um uns die Felsengräber und das Amphitheater des antiken Myra anzusehen. Der Ruhetag ist angesichts der langen Etappe von Üçagiz bis nach Demre und den folgenden auch nötig, denn von hier aus gibt es nur noch eine Marschrichtung: Bergauf! Die nächsten beiden Tage führen uns von dem auf Meereshöhe gelegenen Demre über die Kirchenruine Alakalise bis auf etwa 1800 m in eine schroffe und wilde Gebirgswelt mit fantastischen Aussichten. Auf diesen beiden Etappen besteht keine Versorgungsmöglichkeit außer den Zisternen in Alakalise und in Belos (Ich kann euch aber einen Kontakt geben, der mit seinem Jeep eine Versorgungsfahrt für euch macht). Der Abstieg erfolgt dann über Belos bis hinunter nach Finike. Den etwa 30 Kilometer langen Abschnitt von Finike nach Karaöz kann man getrost mit Bus und Dolmuş zurücklegen, da diese Strecke in weiten Teilen entlang der Küstenstraße führt.

Ab Karaöz beginnt der schönste Abschnitt des gesamten Lykischen Weges. Die lange und anstrengende Etappe von Karaöz in die wunderschöne Bucht von Adrasan führt uns um das Kap Gelidonya, dem südlichsten Punkt der türkischen Mittelmeerküste und wir genießen die Aussichten auf weite Teile der vorherigen Etappen. Am nächsten Tag brechen wir nach Olympos und Çıralı auf. Es geht zwar stetig bergauf, aber der Pfad führt durch einen schattigen Kiefernwald bis hinauf auf einen Bergrücken, der für uns fantastische Ausblicke bis weit ins Taurusgebirge bereithält. Was für ein Platz für eine ausgiebige Pause! Von nun an geht es nur noch bergab. Wir wandern durch einen duftenden Eukalyptuswald mit moosbedeckten Steinen und vielerlei Farnen hinunter nach Olympos.

Nach der einsamen Etappe trifft uns in Olympos fast der Schlag. Olympos ist ein Mekka der Backpackerszene, mit allem was dazu gehört. Menschenmassen bewegen sich zwischen dem Strand und ihrer Behausung wie auf einer Ameisenstraße. Alles ist total überfüllt und das Essen auf den Tellern sieht im Gegensatz zu der türkischen Küche, die wir bisher genossen haben, wirklich miserabel aus. Man braucht auch kein Hellseher sein, dass man hier auf jeden Fall nicht zur nötigen Nachtruhe kommt. Entweder mittrinken und kreisende Joints am Lagerfeuer rauchen oder bis nach Çıralı weiterwandern. Wir entscheiden uns für Letzteres.

Nachdem wir in der stimmungsvollen Sima Peace Pension untergekommen sind und uns die Besitzerin Aynur mit köstlichem Essen verwöhnt hat, beschließen wir spontan noch einen Tag länger zu bleiben. Am nächsten Tag lockt uns also nur der schier endlose Strand von Çıralı. Außerdem führen die nächsten Etappen wieder hoch hinauf ins Taurusgebirge und mit der zusätzlich geplanten Besteigung des Tahtalı Daği kann es ja nichts schaden wieder etwas Kraft zu sammeln. Da es in Çıralı und auch die nächsten vier Tage keine Möglichkeit geben wird unsere Bargeldbestände aufzustocken, stehen wir vor einem kleinen Problem. Der nächste Geldautomat ist etwa 11 km entfernt und befindet sich an der Abzweigung der Küstenstraße nach Olympos. Auch hier zeigt sich wieder die Gastfreundschaft der Türken, denn die liebenswert-schrille Aynur drängt uns förmlich ihren Autoschlüssel auf. Problem gelöst!

Eigentlich sollte es ja ein Erholungstag werden, aber die schon seit jahrtausenden brennenden Yanartaş sind bei einbrechender Dunkelheit bestimmt eindrucksvoller als am Tag. So beschließen wir kurzerhand uns auf den Weg zu den etwa 6 km von Çıralı entfernten Flammen zu machen. Yanartaş bedeutet brennender Stein. Rein wissenschaftlich gesehen ist es ein Erdgasgemisch, was aus dem felsigen Boden eines Berghanges austritt und sich bei Kontakt mit Luft selbst entzündet. In der Mythologie handelt es sich aber um die feuerspeiende Chimäre, ein ziegenartiges Ungeheuer mit dem Kopf eines Löwen und dem Schwanz einer Schlange. Der lykische Held Bellerophon hat mit seinem geflügelten Pferd Pegasus erfolglos gegen das Ungeheuer gekämpft, deshalb brennen die Flammen noch heute. Laut den Überlieferungen sollen die Ewigen Flammen der Chimäre bis weit aufs Meer hinaus zu sehen gewesen sein und den Seefahrern der Antike bei der Orientierung geholfen haben. Heute sind nur noch vereinzelte Flammen übrig, die eine Höhe von etwa 30 cm erreichen. Als wir wieder bei unserer Pension ankommen, haben wir trotz Ruhetag doch wieder gute 12 km auf dem Buckel und wir wissen was für ein steiler Aufstieg uns am nächsten Tag mit schwerem Gepäck erwartet…

Nach einem üppigen Frühstück schultern wir die schweren Rucksäcke und verabschieden uns bei Aynur und den anderen Gästen der Pension, die uns aber alle eher einen bemitleidenswerten Blick schenken und uns viel Kraft für den Endspurt unserer Trekkingtour wünschen. Auf dieser langen Etappe mit vielen Höhenmetern durchwandern wir eine abwechslungsreiche und urwüchsige Landschaft, bei der wir unter anderem eine Flußüberquerung zu meistern haben. Es bieten sich spektakuläre Ausblicke auf den Tahtalı Daği und wir fragen uns, ob wir diesem gewaltigen Brocken wirklich aufs Haupt steigen sollen. Der Weg bis Beycik will kein Ende nehmen, denn die Zeltplätze und Pensionen liegen ganz oben in dem weit über den Hang verstreuten Bergdorf. Unsere Beine sind zwar unendlich müde, aber der sagenhafte Ausblick auf den Tahtalı Daği und die Bucht von Tekirova machen alles vergessen.

Nach dem leckeren Abendessen quer durch den Gemüsegarten fallen uns recht schnell die Augen zu. Am frühen Morgen machen wir uns mit kleinem Gepäck auf den Weg zum Gipfel des Tahtalı Daği. Es ist technisch kein anspruchsvoller Berg, aber die Orientierung kann mitunter große Probleme bereiten, da es in dem riesigen „Schutthaufen“ keinerlei Anhaltspunkte gibt und der Gipfelbereich oftmals schon gegen Mittag im Nebel oder in den Wolken verschwindet. Bewaffnet mit einem GPS Gerät stellt das für uns aber kein großes Problem dar. Gefährlicher kann ein Gewitter sein, da der Tahtalı wesentlich höher als alle umstehenden Berge ist und sich sämtliche Blitze an ihm entladen. Deshalb sollte man nur bei stabiler Wetterlage ohne jegliche Gewitterneigung den Aufstieg in Angriff nehmen. Zunächst windet sich der Pfad durch eine traumhafte Bergkulisse, mit Almwiesen, Schotterfeldern und uralten Zedern. Auf dem Sattel des Tahtalı beginnt dann der erst richtig kräftezehrende Aufstieg im Geröll bis hinauf zum Gipfel.

Über den Wolken! Bei diesen Panoramablicken auf das Meer und ins Taurusgebirge stockt einem wirklich der Atem und es überkommt uns ein wahres Glücksgefühl. Die ganzen Touristen, die von Kemer mit der Seilbahn auf den Gipfel gefahren sind schauen uns nur ungläubig an: „You´ve made it!?“ – „Yeahhh!“ Die Besteigung des Tahtalı Daği mit „Basislager“ in Beycik ist eine Gewalttour von knapp 20 Kilometern auf der weit über 3000 Höhenmeter im Auf- und Abstieg zu bewältigen sind.

Am nächsten Morgen bin ich überhaupt nicht mehr motiviert, da wir den ersten Teil bis zum Sattel auf demselben Weg zurücklegen müssen wie am Vortag. Der Weg vom Sattel bis zum kleinen Bergdorf Yala Kuzdere bleibt landschaftlich reizvoll, danach geht es leider viele Kilometer über eine Forststraße bis nach Gedelme.

Die letzten beiden Etappen bis nach Hisarçandır, dem offiziellen Endpunkt des Lykischen Weges, haben es noch einmal so richtig in sich. Von Gedelme wandern wir über unwegsame Pfade durch den wunderschönen Göynük Canyon bis hinunter auf Meereshöhe, um am nächsten Tag wieder über den Hüdacık Pass in das auf etwa 1500 m hoch gelegene Hisarçandır aufzusteigen. Da es in Hisarçandır keine Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel gibt, lassen wir uns von einem Local die 25 km nach Antalya fahren. Man sollte bei so einer Aktion aber auf jeden Fall vorher den Preis aushandeln und 80 TRY (rund 28 €) war uns die ganze Sache dann locker wert. Im Sommer hat man aber auch recht gute Chancen beim Trampen mitgenommen zu werden.

Die noch verbleibenden zwei Tage unseres Urlaubs verbringen wir in Kaleiçi, der historischen Altstadt von Antalya, bevor wir schweren Herzens die Heimreise antreten.

Unterkunft und Essen – Lykischer Weg

Das Angebot an guten und günstigen Unterkünften ist groß und wir haben immer die kleinen Pensionen und Privatunterkünfte den großen Hotels vorgezogen. So kommt das Geld auch dort an, wo es am dringendsten benötigt wird. Auch ist dort das Essen natürlich um Längen besser, da sich die Hausherrin persönlich um das leibliche Wohl ihrer Gäste kümmert. Da man sich in den ländlichen Regionen der Türkei selbst versorgt und fast alle Familien ihre eigene Landwirtschaft betreiben, sind die aufgetischten Speisen immer ganz frisch und stammen aus eigener Produktion. Die Gastfreundschaft der Türken ist riesig. Wenn man in den Touristenregionen noch eine finanzielle Gegenleistung für eine Einladung erwartet, sind diese in den abgeschiedenen Regionen immer aufrichtig und ehrlich gemeint. Oftmals ist es uns passiert, dass bei der Frage nach dem Preis einfach abgewunken wurde oder man es uns freigestellt hat, wieviel wir dafür bezahlen. Noch gehört es auf dem Lykia Yolu nicht zum alltäglichen Bild, wenn Menschen aus unerfindlichen Gründen ihre großen Rucksäcke freiwillig durch die Berge schleppen. Die einheimische Landbevölkerung steht dem immer mit großem Interesse, Hilfsbereitschaft und Neugier gegenüber.

Gefriergetrocknete Nahrung ist in der Türkei praktisch unbekannt. Es empfiehlt sich also für die Etappen ohne weitere Versorgungsmöglichkeiten Trekkingnahrung von hier mitzunehmen! Bei der Wahl des Brennstoffes für den Kocher ist Benzin die erste Wahl, da dies praktisch überall zu beschaffen ist! Man findet in den Touristenzentren zwar auch vereinzelt Gaskartuschen, dabei handelt es sich aber ausschließlich um die blauen Campingaz Stechdornkartuschen. Adapter nicht vergessen!

Campingausrüstung – Lykischer Weg

Wer wie wir den kompletten Lykischen Weg gehen will oder im Frühjahr und Herbst unterwegs ist, benötigt eine komplette Trekking- und Campingausrüstung. Einzelne Etappen führen durch verlassene Gegenden, sowie wilde und schroffe Hochgebirgslandschaften ohne weitere Versorgungsmöglichkeiten. Auch ist man bei der Einteilung der Etappenlänge mit einem Zelt im Rucksack wesentlich flexibler. Im Frühjahr und Herbst, also vor und nach der Saison, haben viele Unterkünfte geschlossen. Wildes Campieren ist in der Türkei zwar verboten, stellt aber entlang des Lykischen Weges praktisch kein Problem dar und wird überall geduldet.

Trinkwasserversorgung – Lykischer Weg

Die Versorgung mit Trinkwasser gestaltet sich auf manchen Etappen mitunter problematisch und ich empfehle auf jeden Fall die Mitnahme eines Wasserfilters, um das manchmal wenig appetitliche Wasser aus den Zisternen aufbereiten zu können. Im Sommer und Spätsommer können die Zisternen schon trockengefallen sein oder sie führen nur noch wenig Wasser. Deshalb sollte man auch ein ausreichend langes Stück Seil und ein geeignetes Gefäß im Gepäck haben, um die eventuell letzten Wasservorräte vom Grund der Zisterne schöpfen zu können. Auf Etappen wo es überhaupt keine Versorgungsmöglichkeit mit Wasser gibt, muss man ausreichend Trinkwasser mit sich führen, auch wenn das zusätzliche Gewicht schwer auf den Schultern lastet.

Orientierung – Lykischer Weg

Der Lykische Weg ist durchgängig in beide Richtungen markiert. Eine rot-weiße Markierung und errichtete Steinmännchen zeigen den richtigen Weg an. Verdopplungen zeigen die Richtung an und ein rotes Kreuz mahnt vor falschen Abzweigungen. Wegweiser findet man in allen Ortschaften entlang des Lykischen Weges. Durch die teilweise rege Bautätigkeit entlang des Weges und die überall wuchernde Macchie sind manche Markierungen allerdings verschwunden. Hier kann ein GPS Gerät sehr hilfreich sein – wir hätten es auf jeden Fall nicht missen wollen!

Buchempfehlungen (beide mit brauchbarer Übersichtskarte und Wegbeschreibung):
Lykischer Weg von Michael Hennemann erschienen im Conrad-Stein-Verlag, ISBN 978-3-86686-475-7, 4. Auflage 2014, 192 Seiten, 25 Karten, 61 farbige Abbildungen, 23 farbige Höhenprofile oder The Lycian Way von Kate Clow / ISBN 978-0-9539218-6-7 / 3rd Edition, English, May 2013. Updates zum Buch von Kate Clow und Wegpunkte zum Herunterladen gibt es auf der dazugehörigen Webseite.

Beste Reisezeit und Equipment – Lykischer Weg

Den Lykia Yolu kann man praktisch das ganze Jahr gehen. Die Sommermonate von Juni bis August sind zu heiß für die Küstenetappen, dann bieten sich aber die kühleren und oft schattigen Bergetappen an. Von November bis April gehört zusätzlich komplette Regenbekleidung ins Gepäck, da dies die niederschlagsreichsten Monate sind. In den Hochlagen des Taurusgebirges und auf dem Hüdacık Pass liegt meist bis in den April hinein Schnee und Eis. Es wird also die entsprechende Ausrüstung benötigt. Trekkingstöcke sind zu jeder Jahreszeit empfehlenswert. Bei Interesse sende ich euch gerne eine komplette Ausrüstungsliste zu!

Reisen innerhalb der Türkei – Lykischer Weg

Das Reisen innerhalb der Türkei ist völlig unproblematisch und unschlagbar günstig. Größere Entfernungen legt man mit den Bussen der großen Gesellschaften zurück. Die Busse sind alle klimatisiert und verfügen in der Regel über einen Wi-Fi Zugang. Mit den kleinen Sammeltaxis (Dolmuş) erreicht man jeden noch so entlegenen Winkel in der Türkei. Die Locals stehen einem dabei mit Rat und Tag zur Seite. Im Sommer hat man auch gute Chancen beim Trampen mitgenommen zu werden.

Ruinenstädte der Antike – Lykischer Weg

Bei einer Trekkingtour auf dem Lykischen Weg lässt sich viel entdecken. In der Antike war die türkische Mittelmeerküste Zentrum einer Hochkultur. Der Lykische Bund war eine antike Föderation von Städten und gilt als frühes Beispiel für die Grundlagen demokratisch-föderaler politischer Organisation. Die Ausgrabungsstätten der sechs größten Städte des Lykischen Bundes sind bis heute erhalten: Olympos, Myra, Xanthos, Patara, Pinara und Tlos. Auch ein Besuch der Insel Kekova ist sehr empfehlenswert. Auf der verlassenen Insel findet man die versunkenen Ruinen der antiken Stadt Dolikhiste. Auf dem gegenüberliegenden Festland liegt Üçagiz (das antike Theimiussa), die antike Stadt Aperlai, in der aus Purpurschnecken der wertvolle Farbstoff gewonnen wurde und der kleine Küstenort Kaleköy, der auf dem antiken Simena gebaut wurde.

Flora und Fauna – Lykischer Weg

Die Vegetation ist typisch für den Mittelmeerraum. Die Pflanzen sind auf die lange Trockenheit während der Sommermonate eingestellt und kommen mit wenig Wasser aus. Häufig anzutreffen sind Oleandergewächse, Ölbäume, Stein- und Korkeichen. In den Küstenregionen gibt es vereinzelte Nadelwaldbestände, die aus Pinien und der Aleppokiefer bestehen. Fast überall anzutreffen ist die stachelige Macchie. Im Landesinneren findet man Bergwälder mit Beständen von Schwarzkiefer, Wacholder und Zeder. Im Frühjahr verwandeln sich die Wiesen in ein farbenprächtiges Wildblütenmeer. Auf dem Lykischen Weg lassen sich mit etwas Geduld auch zahlreiche Tiere wie Wildschwein, Dachs, Wildziege, Rotwild und Landschildkröte beobachten. Da es sich um ein Durchzugsgebiet für Zugvögel auf ihrem Weg von Europa nach Afrika handelt, ist es für Ornithologen ein kleines Paradies. Eher selten zu sehen sind Delphin und die unechte Karettschildkröte.

Hunde, Schlangen und Skorpione – Lykischer Weg

Das wohl Nervigste auf dem Lykischen Weg sind die Hunde. Man sollte sich immer irgendwie bemerkbar machen, wenn man an entlegenen Gehöften oder Verschlägen vorbeikommt. Die Hirtenhunde sind keine Spielzeughunde, deshalb sollte man darauf achten nicht zwischen sie und eine Schaf- oder Ziegenherde zu gelangen. Die meisten Hunde sehen gefährlicher aus als sie wirklich sind. Oft helfen Drohgebärden oder große Steine, die man in die Hand nimmt oder ggf. in ihre Richtung wirft, um sie auf Abstand zu halten. Vor Schlangen braucht man sich eigentlich nicht zu fürchten, da sie sehr scheu sind und überaus empfindlich auf jede Bodenerschütterung reagieren. Sie ergreifen sofort die Flucht. Wird man dennoch gebissen, sollte man versuchen ein Foto von der Schlange zu machen oder sich das Tier genau einzuprägen, um sie für die Auswahl des richtigen Antiserums genau beschreiben zu können. Da man vor allem im südlichen Teil des Lykischen Weges auf Skorpione trifft, ist das Laufen in Sandalen tabu. Schuhe und andere eventuelle Schlupfwinkel, die während der Nacht im Vorzelt lagern, sollten vor dem Anziehen oder Einpacken genauestens überprüft werden.



Die 20. Etappe zwischen Finike und Karaöz ist nicht mit aufgeführt, da diese über gute 30 km direkt an der Küstenstraße und über den Sandstrand verläuft. – Es lohnt sich also wirklich nicht, diese zu Fuß zu gehen…

GPX Track Lykischer Weg GPX Track Tahtali Dagi

49 Kommentare

  • Erika sagt:

    Das klingt nach einer spannenden, abwechslungsreichen Tour! Und die Bilder vom Tahtali Dagi… Wahnsinn!

    Grüße,

    Erika
    ulligunde.com

    • Hallo Erika,

      die Tour ist einfach spitze! Das Landschaftsbild ändert sich eigentlich jeden Tag und durch die relativ gute Infrastruktur ist die Durchführung recht unproblematisch. Außerdem kommt man ja von Deutschland gut & günstig mit dem Flieger nach Antalya.

      Wirklich Empfehlenswert!

      Liebe Grüße und viel Spaß in Norwegen! (Ich freue mich schon auf deinen Bericht…)

      Alex

  • Ken Takel sagt:

    Wow. Die komplette Tour. Wirklich beeindruckend! Und tolle Bilder!

  • Franzi sagt:

    Ein toller Blog und schöne Bilder! Die Türkei für Wandern und Trekking hatte ich bisher noch gar nicht auf dem Schirm. LG Franzi

    • Hallo Franzi, erstmal vielen Dank für die Blumen. Du betreibst selbst aber auch einen sehr schönen Blog! Den Lykischen Weg solltest Du unbedingt gehen, denn er verbindet Abenteuer mit relativ guten Versorgungsmöglichkeiten in einer traumhaften Landschaft…

  • Sven sagt:

    Super hilfreicher Bericht! Danke!

    Dieses Jahr (Mai 2015) ist es bei mir soweit.
    Weißt Du ob es eine Art Portal a la trailjournals.com für den lykischen weg gibt?

    Danke
    Sven

  • Ein Leser hat mir folgendes geschrieben (ich möchte es an dieser Stelle noch veröffentlichen, da es dem einen oder anderen von euch mit Sicherheit weiterhilft):

    „Hallo Alexander,

    zunächst einmal Glückwunsch zu Deiner Seite. Super Reiseberichte. Da ich diesen Weg gerne wandern würde bin ich um jede Info Dankbar. Deine Packliste würde mich interessieren und das Gewicht. Für sonstige Tipps bin ich ebenfalls dankbar. Wollte evtl. Mitte Februar los.
    Danke & Gruß
    S.“

    Hallo S.,

    da Du schon Mitte Februar los willst, fällt deine Packliste natürlich etwas anders aus als meine…

    Du solltest auf jeden Fall bedenken, daß um diese Jahreszeit noch viele Unterkünfte geschlossen haben und Du deshalb auf ein Zelt angewiesen bist. In deinem Fall ist ein Wasserfilter zur Trinkwasserversorgung aus den Zisternen unerlässlich. Des Weiteren benötigst Du genügend Brennstoff und Verpflegung für die einzelnen Etappen. Ich habe mich für Benzin entschieden, da man mit diesem Brennstoff wesentlich unabhängiger ist und im Bedarfsfall relativ einfach Nachschub organisieren kann (In der Türkei gibt es ausschließlich die blauen Campinggaz Kartuschen. Diese findet man allerdings auch nur in Orten, wie z.B. Antalya oder Kaş, da man hier auf die Touristen eingestellt ist). Eine gute Alternative zu einem Benzinkocher ist ein Hobokocher, da man Holz praktisch überall findet.

    Um diese Jahreszeit solltest Du in den Höhenlagen auch mit Schnee rechnen! Warme Bekleidung, eine Regenjacke, sowie Handschuhe und Mütze gehören also in deinen Rucksack. Trekkingstöcke erleichtern Auf- und Abstieg und bieten dir bei eventuellem Schneefall eine höhere Sicherheit.

    Weniger ist mehr! – Ich war mit etwa 12 kg auf dem Rücken unterwegs und auch Du solltest versuchen mit max. 15 kg auszukommen, was natürlich ganz entscheidend von deiner Ausrüstung abhängt.

    Falls Du noch irgendwelche Fragen hast, darfst Du dich natürlich jederzeit wieder bei mir melden.

    Viele Grüße

    Alex

    • Kim K. sagt:

      Hallo Alexander,

      danke für den informativen Blog – sehr hilfreich!
      Laut eures Textes seid ihr Anfang Juni gestartet. Wir möchten auch dieses Jahr den Weg laufen und sind rein zeitlich auch auf den Juni beschränkt. Physisch sind wir top fit, sorgen uns allerdings ein bisschen um die heißen Temperaturen, die zu der Zeit schon herrschen können. Basierend auf euren Erfahrungen: Würdet ihr davon abraten zu der Zeit die komplette Strecke zu machen? Wie habt ihr es empfunden?

      Vielen Dank,
      Kim

      • Hallo Kim,

        schön, dass dir mein Blog gefällt! Im Juni ist es dort in der Tat schon wirklich sehr heiß und es wird jeden Tag ein bisschen wärmer. Am schlimmsten haben wir die Küstenetappen empfunden, da dort die Sonne teilweise wirklich gnadenlos brennt. In den Bergen sind die Temperaturen wesentlich angenehmer als in Küstennähe. Ihr solltet bedenken, dass die Zisternen um diese Jahreszeit nur noch wenig appetitlich sind, bzw. teilweise schon ganz trockengefallen sein können. Dementsprechend viel Trinkwasser und Gewicht müsst ihr mit euch rumschleppen. Da ihr körperlich fit seid, könnt ihr ruhig die ganze Strecke anvisieren. Falls es nicht geht, habt ihr ja jederzeit die Möglichkeit abzubrechen…

    • Kurbine sagt:

      Hallo Alexander,
      nach Deinem spannenden Bericht habe ich richtig Lust, gleich loszugehen. Leider kann ich mich 3-4 Wochen am Stück nur im Dezember / Januar frei machen. Ich würde gern so planen, dass ich ausschliesslich in kleinen Pensionen übernachte (das spart ja auch Gepäck).
      Kannst Du mir diese Zeit empfehlen oder eher abraten?
      Wie ist das Wetter im Dezember / Januar? Und vor allem auch die Sicht. Wenn nur Nebel herrscht, macht das Ganze ja auch nicht viel Spaß.
      Viele Dank und viele Grüße.
      Kurbine

      • Hallo Kurbine,

        im Dezember/Januar ist auch an der Türkisküste „Winter“. Du musst mit erheblichen Niederschlägen und im Gebirge mit Schnee rechnen. Da die meisten Pensionen zu dieser Jahreszeit geschlossen haben, muss ich dir eher davon abraten. Warte lieber noch bis in den April/Mai und laufe die Etappen von Kas bis Hisacandir, dann hast Du garantiert mehr Freude daran…

        Liebe Grüße

        Alex

  • Tobias Härtl sagt:

    Servus Leute,

    habe mich hier auf den Seiten ein bisserl eingelesen, denn über Ostern 3.-7. April werd i mi auf winterflucht vor schnee in den alpen erstmals nach kemer begeben und die gegend (also natur und berge) erkunden.

    als geländegängiger forstmann komm ich fast überall rauf , kenne und schätze flora und fauna und bin echt gespannt auf was ich mich da eingelassen habe :=).

    fragen nach meinem aufenthalt bitte gerne an meine angegebene email tobias.haertl@student.hswt.de ich versuch dann nach bestem wissen und gewissen des zu beantworten was ich da unten in der türkei entdecke und eruiere

    ciao ciao
    tobi

  • Senta sagt:

    Hallo zusammen,

    ich werde in der ersten Juniwoche mit einer Freundin ein Teilstück (1 Woche) des Lykischen Weges gehen.
    Ich bin mir nur noch nicht bei der Wahl des Schlafsackes sicher – wir planen zu zelten.
    Wie kalt werden die Nächte an der Küste sowie in erhöhten Gebieten in etwa? Reicht Komfortzone +10 evtl in Kombination mit einem Fleece- Innenschlafsack?
    Vielen Dank für eure Kommentare, bin schon ganz gespannt!
    LG Senta

    • Hallo Senta,

      das sollte locker reichen! Anfang Juni ist es dort schon sehr heiß. In den Küstenregionen liegt zu dieser Jahreszeit das mittlere Temperaturminimum bei etwa 19° Celsius und das Maximum bei 30° Celsius (am Tag!). In den Gebirgsregionen kann es gerade in der Nacht kühler werden…Als Backup empfehle ich dir also schon ein Fleece-Inlett.

      Ich wünsche euch viel Spaß auf dem Lykischen Weg!

      Liebe Grüße

      Alex

  • Anna sagt:

    Hallo Alexander,
    vielen Dank für den tollen Bericht. Wir planen im September als Neulinge auch den Lykischen Weg zu erkunden. Sind denn zu dieser Zeit noch alle Unterkünfte offen und zweite Frage. Wir als Studenten: mit welchen Preisen müsste man pro Übernachtung rechnen oder wäre aus Kostengründen ratsam ein Trekkingzelt anzuschaffen und darin zu übernachten?

    Beste Grüße,
    Anna und Philipp

    • Hallo Anna, Hallo Philipp,

      gerne! Im September sollten eigentlich noch alle Unterkünfte geöffnet haben und ihr müsst mit etwa 12-15€ pro Doppelzimmer (nicht pro Person!) rechnen. Mit einem Zelt seid ihr natürlich wesentlich flexibler, was die Etappenlänge anbelangt und das Wildcampen wird praktisch überall geduldet. Allerdings solltet ihr euch auch bewusst machen, dass ihr auf diese Weise deutlich mehr Gewicht tragen müsst – gerade auf den Bergetappen wird euch das gewaltig ausbremsen. Im September werdet ihr auch fast nirgendwo mehr Trinkwasser finden, da zu dieser Zeit alle Zisternen trocken gefallen sind. Auch diese Tatsache bedeutet zusätzliches Gewicht auf dem Rücken!

  • Alice sagt:

    Hallo Alexander,
    Vielen Dank für deinen tollen Reisebericht. Wir werden auch im September wieder in der Türkei zum Wandern sein und das Zelt auf dem Lykischen Weg dabei haben. Hat sich bereits auf dem Paulusweg bestens bewährt 🙂
    Meine Frage wäre nun die nach dem Untergrund an der Küste – sehr felsig, ähnlich wie in Kroatien? Oder gibt es auch „weichere“ Flecken? Konkret: Brauchen wir eine stabile Zeltunterlage, um den Zeltboden zu schonen?
    Danke und Grüße, Alice

  • Dietmar Kunter sagt:

    Hallo Alexander, erst mal vielen Dank für deine tolle Wegbeschreibung. Ich möchte mit meiner Frau im Aprlil/Mai 2016 den Weg gehen. Kannst Du mir bitte den Jeep-Kontakt für die von dir beschrieben Versorgungsmöglichkeit auf der Höhenetappe Demre/Belos mitteilen?

    Herzlichen Dank Ute und Dietmar

  • Christiane sagt:

    Hallo Alexander, danke für Deine schöne Wegbeschreibung! Da möchte man sofort loslaufen. Wir wollen jetzt im Herbst wieder für eine Woche auf dem Lykischen Weg wandern und zwar soll es in Kas losgehen. Da wir kein Zelt dabei haben würde ich gern wissen, ob es Zwischen Kas und Apperlai eine Unterkunft gibt,weil der Weg für eine Tagestour zu weit ist. Hast Du das in Erinnerung?
    Danke und ein herzlicher Gruß
    Christiane und Beate

    • Hallo Christiane, Hallo Beate,

      wir haben in der Bucht vor der Insel Körmen Adasi gezeltet – hier gibt es sogar fließendes Wasser, was aber gefiltert werden muss. Falls ihr nicht zelten möchtet bleibt euch nur der Weiterweg bis Bogaczik (20 km von Kas). Dort findet ihr mit Alis House eine einfache, aber sehr freundliche Unterkunft. (etwa 10€ inkl. Abendessen).

  • Bernd Neumann sagt:

    Hallo Alexander,
    ich würde gern den Lykischen Weg laufen bin aber nicht schwindelfrei.
    Kann ich es trotzdem wagen?
    Danke für eine Antwort.
    Viele Grüße
    Bernd

    • Hallo Bernd,

      bitte entschuldige die etwas verspätete Antwort, aber ich bin gerade erst aus Argentinien zurückgekommen. Teilweise verlaufen die Küstenetappen etwas höher über dem Meer, aber schwindelfrei musst Du dazu nicht sein. Du solltest dich auf jeden Fall an den Lykischen Weg wagen!

  • Lena sagt:

    Hallo Alexander,
    schöne Informationen die du da zusammengestellt hast. Ich überlege mit einer Freundin Mitte März ein Teil des Weges zu wandern. Aus Bequemlichkeitsgründen wäre es mit lieber kein Zelt und Proviant mit zu nehmen. Daher wollte ich mich mal erkundigen, ob du oder jemand anders weiß, wie es zu der Jahreszeit mit den Unterkünften aussieht.
    Viele Grüße
    Lena

  • Max sagt:

    Hey Alex,
    ich bin gerade am überlegen ob ich kurzentschlossen Ende März eine Etappe des Lykischen Wegs gehen soll. Ich habe ca. 8 Tage zum Wandern Zeit. Denkst du das reicht um von Karaöz Büfe nach Göynük zu gehen?

    LG Max

    • Hallo Max, da hast Du dir zwar mit die anstrengendsten Etappen des Lykischen Weges ausgewählt und ich kenne deinen Fitnesszustand nicht, aber dies ist zu schaffen! Falls Du ein echter „Renner“ bist, kannst Du in acht Tagen auch noch die Gipfelbesteigung zum Tahtali mitnehmen!

      Wenn Du deinem Zeitplan hinterher bist, fährt dich auch auf jeden Fall irgendjemand von Gedelme hinunter nach Kemer – mach dir also keinen Kopf und genieße deine Tour!

  • Julia sagt:

    Hallo Alex, vielen Dank für deinen sehr informativen Eintrag und die schönen Bilder! Ich würde gerne im April für drei Wochen wandern gehen. Allerdings möchte ich kein Zelt mitnehmen. Meinst du in 3 wochen ist die gesamte Strecke zu schaffen? Könntest du mir auch noch deine Packliste schicken damit ich auch nichts vergesse?
    Lieber Gruß Julia

  • Bianca sagt:

    Hallo,
    danke erstmal für deinen tollen Reisebericht der uns nochmal bestärkt hat!
    Wir werden von Mitte bis Ende Mai 2 Wochen auf dem lyrischen Weg unterwegs sein- hast du eine Idee ob es sinnvoll ist Unterkünfte voraus zu reservieren? Wir haben jetzt nur erstmal Antalya und Fethiye reserviert und wollten dann von Etappe zu Etappe schauen….
    Sind für einen Tipp sehr dankbar!
    LG Bianca

    • Hallo Bianca,

      ab Mitte Mai ist zwar Hochsaison aber es sollte auch ohne Reservierung überall eine Unterkunft zu bekommen sein. Da in den meisten Ortschaften eine Internetverbindung verfügbar ist, könntet ihr auch von Etappe zu Etappe eine Unterkunft über Tripadvisor oder Booking.com buchen.

  • Luise sagt:

    Hallo.
    sollten wir im März einen Kocher mitnehmen?

  • Luise sagt:

    ..ach super. Das Formun funktioniert wieder.
    Wir wolllen ab Kalkan zu zweit unterwegs sein. Mit welchen Übernachtungspreisen sollten wir denn in etwa rechnen? Ist es ratsam trotzdem einen Schlafsack mitzunehmen? Besten Dank euch für die Antwort im Voraus!
    Luise

  • Gabriele Müller sagt:

    Hallo Alexander,
    hallo zusammen,

    erst mal vielen Dank für den tollen Blog, ist immer super vor einer Tour schon einige Infos zu haben.
    Wir wollen uns Ende Oktober / Anfang November eine gute Woche auf den Weg machen. Wir haben 9 – 10 Tage zur Verfügung und ich würde gerne wissen welche Etappen Ihr mir empfehlen würdet.

    Vielen Dank für jeden Tipp

    Viele Grüße Gaby

    • Hallo Gaby, vielen Dank! Wenn ihr 9-10 Tage Zeit habt, würde ich euch die Etappen von Kaş nach Hisarçandir empfehlen. Aufgeteilt ist diese Strecke (zweite Hälfte des Lykischen Weges) in 13 Etappen. Wenn ihr fit und schnell seid, könnt ihr das auch in 10 Tagen schaffen. Ansonsten könnt ihr z.B. die drei aufeinanderfolgenden Etappen Demre – Alakalise, Alakalise – Belos und Belos – Finike aussparen. Kaş ist ganz einfach mit dem Bus von Antalya zu erreichen. Falls Du noch weitere Fragen hast, darfst Du dich natürlich gerne melden.

      Viele Grüße

      Alex

  • Jonathan sagt:

    Hallo Alex,
    das schaut ja wirklich nach einem schönen Weg aus.
    Ich würde gerne Mitte September, recht kurzfristig, zwei Wochen den Lyksichen Weg wandern. Am liebsten mit Übernachtungen im eigenen Zelt.
    Hast du da eventuell eine Empfehlung welche Etappen sich da anbieten.
    Da die Flüge nach Antalya recht günstig sind, am besten eine Strecke, bei der der Transfer von dort aus praktisch ist.

    Viele Grüße
    Jonathan

    • Hallo Jonathan, bitte entschuldige die etwas verspätete Antwort aber ich bin gerade erst aus Kanada zurückgekommen. Ich würde dir die Etappen zwischen Kas und Hisarcandir empfehlen. Die fand ich persönlich am schönsten und Kas ist von Antalya ganz leicht zu erreichen.

      Viele Grüße
      Alex

Hinterlasse eine Antwort