Entdecke beim Schneeschuhwandern märchenhaft verschneite Winterlandschaften abseits des Pistentrubels

Schneeschuhe sind ein Hilfsmittel zur Fortbewegung im Tiefschnee und eine Technik, die in schneereichen Gegenden schon lange praktiziert wird. Durch die größere Auflagefläche der Schneeschuhe verteilt sich das Gewicht besser und man sinkt nicht mehr allzu tief im Schnee ein. Das Schneeschuhwandern ist mittlerweile zu einer sehr beliebten Wintersportart als Alternative zur Skitour avanciert.

Das Gehen mit Schneeschuhen ist keine komplizierte Technik und relativ leicht zu erlernen. Vereinfacht gesagt ist es ja nur eine andere Form von Winterwandern. Anfangs sind die breiten Schneeschuhe vielleicht etwas ungewohnt und man muss darauf achten, dass diese sich nicht miteinander verhaken und man infolgedessen stürzt. Dies legt sich aber schon nach wenigen Minuten und man entwickelt schnell ein Gefühl für das Gleichgewicht auf Schneeschuhen.

Was muss ich bei einer Schneeschuhwanderung beachten?

Auf einer Schneeschuhtour kann man unberührte Natur in vollen Zügen genießen. Das leise Knirschen von frisch gefallenem Schnee unter den Füßen ist die Belohnung, wenn man im Winter auf Schneeschuhen durch die ruhige Landschaft stapft. Da es sich beim Schneeschuhwandern aber um einen Sport handelt, der meist im nicht gesicherten alpinen Gelände durchgeführt wird, ist die Gefahr vor Lawinen bei der Tourenplanung unbedingt zu berücksichtigen und der Lawinenlagebericht der jeweiligen Region ausführlich zu studieren. Mittlerweile gibt es zahlreiche Apps, die Hilfestellung bei der Beurteilung von Hangneigung und Hangexposition geben. Aber nicht nur am Berg lauern im Winter besondere Gefahren, auch bei einer Wanderung durch den winterlichen Wald sind objektive Gefahren, wie z.B das Herabstürzen von Ästen durch hohe Schneelast zu berücksichtigen. Im Gegensatz zu den sogenannten subjektiven Gefahren, wie etwa Selbstüberschätzung, hat der Schneeschuhwanderer keinen direkten Einfluss auf die objektiven Gefahren. Er kann diese aber durch Taktik, Aufmerksamkeit und eine gute Planung der Schneeschuhwanderung minimieren. Es gibt zahlreiche leichte Schneeschuhwanderungen in den Mittelgebirgen Deutschlands, die man gut selbständig planen und durchführen kann. Wer zum ersten Mal im Winter im alpinen Gelände auf Tour ist, sollte aber eventuell in Erwägung ziehen, zunächst einmal an einer geführten Schneeschuhwanderung teilzunehmen.

Die schönsten Schneeschuhwanderungen

Welcher Schneeschuh ist der Richtige für mich?

Schneeschuhe sind heutzutage Hightech-Sportgeräte, die auf Einsatzzweck und das vorherrschende Gelände auf einer Tour angepasst sind. Generell wird in Schneeschuhe mit einem Rahmen aus Aluminium oder Schneeschuhe mit einem Rahmen aus Kunststoff unterschieden. Mittlerweile gibt es von Komperdell sogar Schneeschuhe aus ultraleichten Carbonfasern, die sich durch ihr geringes Gewicht besonders für lange Schneeschuhtouren eignen, bei denen maximale Traktion gefragt ist.

Modelle mit Rahmen aus Kunststoff
Schneeschuhmodelle mit Kunststoffrahmen sind aufgrund ihrer meist schmalen Rahmenform perfekt für Hartschnee, bzw. windgepressten Schnee. Da die meisten Kunststoffmodelle über durchgängige Seitenschienen mit Harscheisen (Steigzacken) und auch Frontalzacken verfügen, eignen sie sich besonders gut für dieses Terrain. Steilpassagen in hartem Firn oder Querungen sind mit diesen Schneeschuhmodellen wesentlich leichter zu meistern. Für Tiefschnee sind die Kunststoff-Modelle aufgrund ihres geringeren Auftriebs allerdings nur bedingt geeignet. Einige Hersteller bieten Verlängerungen an, die bei frischem Pulverschnee durchaus Sinn machen.

Modelle mit Rahmen aus Aluminium
Schneeschuhmodelle mit Alurahmen und einer Bespannung aus Kunststoff bewähren sich seit vielen Jahren. Durch die meist breitere Form des Rahmens haben diese einen höheren Auftrieb und sind besser für Touren im Tiefschnee geeignet als Modelle mit Kunststoffrahmen. Modelle mit Alurahmen besitzen in der Regel keine durchgehende Seitenleiste mit Harscheisen, deshalb sollte man unbedingt darauf achten, dass diese genügend aus dem Rahmen herausragen, um bestmöglichen Grip zu gewährleisten. Viele Schneeschuhmodelle aus Aluminium sind hinten etwas hochgezogen, so wird eine bessere Wendigkeit und Schonung der Gelenke erreicht.

Schneeschuhe aus Carbon
Seitenschienen mit Harscheisen / Steigzacken
Frontalzacken
Bindungssystem
Die Komperdell Air Frame 25 Schneeschuhe haben einen Rahmen aus ultraleichten Carbonfasern

Steighilfe
Wer vorwiegend in alpinem Terrain mit Steilpassagen unterwegs ist, sollte darauf achten, dass die Schneeschuhe mit einer Steighilfe ausgestattet sind. Steighilfen entlasten die Wadenmuskulatur und erleichtern somit den Aufstieg. Ideal sind Schneeschuhmodelle bei denen sich die Steighilfe bequem mit dem Teleskopstock verstellen lässt.

Bindungssysteme
Die Bindung garantiert den sicheren Halt zwischen Fuß und Schneeschuh und ist fest montiert. Beim Bindungssystem sollte man darauf achten, dass diese genügend seitliche Führung für den Schuh bietet – das hilft bei Hangquerungen. Auch sollten die Schneeschuhe mit einem Zehenkorb ausgestattet sein, verhindert dieser doch ein nach vorne Rutschen des Fußes beim Bergabgehen. Wenn der Schneeschuh von verschiedenen Personen oder mit unterschiedlichen Schuhe benutzt wird, ist ein Schnellbindungssystem von Vorteil.

Harscheisen / Steigzacken
Gute Steigzacken sind in steilem Gelände unerlässlich. Modelle mit aggressiven Metallzacken unter dem Zehenbereich und den Fersen bieten in steilen Passagen den besten Halt und verhindern das Rutschen bei Abstiegen und Querungen.

Welche Stöcke eignen sich zum Schneeschuhwandern?

Es gibt unzählige Stöcke auf dem Markt. Doch welche Stöcke eignen sich für eine Schneeschuhwanderung? Für das Schneeschuhwandern sind Stöcke unabdingbar, geben sie doch Sicherheit und Stabilität im Schnee und in steilen Hanglagen. Grundsätzlich eignen sich Stöcke mit einem flexiblen Schaft, wo sich das Verstellsystem auch noch bei größer Kälte einfach bedienen lässt. Um ein zu tiefes Einsinken im Schnee zu vermeiden, sollten die Stöcke mit speziellen Tiefschneetourentellern ausgestattet sein, die sich mit dem Gelände neigen können. Das spart Kraft beim Wandern! Eines der wichtigsten Teile am Stock ist der Griff. Dieser sollte möglichst isoliert und in jedem Fall ergonomisch sein. Verstellbare Handschlaufen ermöglichen die Verwendung mit dicken Handschuhen und eine Griffverlängerung ist hilfreich, damit man beim Aufstieg auch mal unter den Griff fassen kann.

Das Einstellen der Stöcke beim Wandern
Wie stelle ich meine Trekkingstöcke richtig ein? Eine Frage, die sich sicherlich nicht wenige Wanderer stellen. Dafür gibt es eine ganz einfache Faustformel: Die beste Hebelwirkung hat man, wenn Unter- und Oberarm einen Hebel von 90 Grad bilden. Je nach Hanglage können die Stöcke dann während der Tour individuell eingestellt werden.

Welche Ausrüstung benötige ich für eine Schneeschuhwanderung?

Das Schneeschuhe zu einer Schneeschuhwanderung gehören ist keine Frage aber was benötigt man noch alles für eine Schneeschuh-Tour? Nachfolgend findest Du eine Packliste für eine Schneeschuhwanderung. Die Lawinenausrüstung sollte unbedingt vor dem Start der Tour einem Funktionscheck unterzogen werden!

Ausrüstungsgegenstand Flachland / Mittelgebirge
Alpine Tour
Trekkingstöcke / Teleskopstöcke mit Schneeteller
Rucksack
Wasserdichte Berg- oder Winterstiefel
Gamaschen
Mütze
Handschuhe (winddicht & wasserabweisend)
Wasserabweisende Wander- bzw. Tourenhose
Isolierende Midlayer-Schicht (z.B. Fleecejacke)
Wasserdichte Funktionsjacke
Funktionsunterwäsche
Warme Kniestrümpfe
Sonnenbrille / Gletscherbrille
Sonnencreme
Stirnlampe
Erste-Hilfe-Set & Rettungsdecke
Outdoor-Sitzkissen
Thermoskanne mit heißem Getränk
Karten / Führer
Verpflegung
Lawinenschaufel
Lawinensonde
LVS-Gerät

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