Oberstdorf – Rubihorn und Hoher Ifen

Von 22. Juli 2013 November 3rd, 2016 Alle Artikel, Bergtouren, Tourentipp

Da ich letzten Freitag auf der OutDoor in Friedrichshafen unterwegs war, hat es sich geradezu angeboten noch einen Abstecher nach Oberstdorf ins Allgäu und das Kleinwalsertal zu machen. Die Wetterprognose war ja auch vielversprechend.

Abends am Campingplatz in Oberstdorf angekommenmich war nach dem Zeltaufbau nur noch schlafen angesagt.

Am Samstagmorgen ging es dann ganz früh raus, denn es gilt eine schon recht knackige Bergtour abzuhaken. Von Oberstdorf über die Bergstation der Seealpe und den Rubihornsteig aufs Rubihorn. Der Abstieg zurück nach Oberstdorf soll über den Gaisalpsee und die Gaisalpe erfolgen. So kommen dann locker 2200 Höhenmeter und etwa 17 Kilometer zusammen. Man kann den steilen Aufstieg von Oberstdorf zur Seealpe auch mit der Nebelhornbahn abkürzen. Der GPS Track ist ab der Bergstation Seealpe aufgezeichnet, da der Weg von Oberstdorf bis hinauf zur Bergstation Seealpe sowieso leicht zu finden ist.

Oberstdorf - Blick auf den Hohen Ifen

Blick auf den Hohen Ifen

Wir starten also direkt an der Nebelhornbahn in Oberstdorf und folgen zunächst dem Teerweg Richtung Erdinger Arena und der Skisprungschanze. Etwas oberhalb der Schanze wird der Teerweg dann zu einem steilen Pfad, dem Faltenbachtobelweg, der immer entlang des Faltenbachs führt. Nachdem wir dieses Waldstück hinter uns gelassen haben, öffnet sich der Blick auf die Allgäuer Berge rund um die Seealpe. An der Bergstation angekommen, führt der Weg dann nach links über saftige Almwiesen und ein weiteres kurzes aber steiles Waldstück bis zum Rubihornsteig. Diesen geht es dann supersteil und teilweise drahtseilversichert hinauf, bis wir den Verbindungsgrat zwischen Rubihorn und Nebelhorn erreicht haben. Hier oben angekommen, bietet sich einem ein atemberaubendes Panorama auf die umliegenden Gipfel und Berge – nicht zuletzt wegen der Tiefblicke.

Wir folgen dem Grat in Richtung Rubihorn, welches wir nach weiteren 15 Minuten Gehzeit erreichen. Gipfelrast und Panoramablicke! Von hier aus sehen wir auch schon das nächste Ziel unserer Rundtour, den Gaisalpsee. Mal sehen ob wir uns später noch trauen da reinzuspringen…

Vom Gipfel des Rubihorns folgen wir dem Grat Richtung Nebelhorn um nach etwa 10 Minuten, nach links in Richtungs Gaisalpe abzusteigen. Auch dieser Abschnitt ist ziemlich steil und man sollte sich, wie auch auf dem Grat keine Fehltritte erlauben. Nach nur kurzer Zeit, wird der Weg dann wesentlich leichter und es folgt der unproblematische Abstieg bis zum Gaisalpsee. Mir war das Reinhalten der Zehenspitzen Abkühlung genug aber meine Freundin wollte mehr…Zum Erstaunen aller hier Anwesenden, schwamm sie eine genüssliche Runde in dem eiskalten See. (Bergseen sind ja bekanntlich immer recht kalt – dieses Jahr kam aber noch hinzu, daß sich der Schnee hier oben bis weit in den Sommer hinein gehalten hat, was ja in den Allgäuer Alpen eigentlich nicht so der Regelfall ist).

Erfrischt machen wir uns an den weiteren Abstieg bis zur Gaisalpe. Hier ist dann auf einigen kurzen Teilstücken nochmal Konzentration angesagt, da der Wegverlauf nicht ganz ohne ist. Da wir so richtig gut im Zeitplan liegen, gönnen wir uns eine ausgiebige Rast auf der Gaisalpe. Die Preise hier sind mehr als fair und es ist alles aus eigener Herstellung. Das schmeckt man – die Fruchtbuttermilch und der Kuchen sind einmalig.

Von hier aus gelangen wir auf dem unschwierigen, fast zur „Autobahn“ ausgebauten Wallraffweg zurück nach Oberstdorf. Eine wirklich schöne aber auch anspruchsvolle Runde!

volle Distanz: 12984 m
Maximale Höhe: 1904 m
Minimale Höhe: 823 m
Gesamtanstieg: 973 m
Gesamtabstieg: -1404 m
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Für den Sonntag haben wir uns den Hohen Ifen im Kleinwalsertal vorgenommen. Also wieder früh aufstehen, frühstücken, Zelt abbauen und die ganzen Sachen im Auto verstauen. Nachdem wir dies alles erledigt haben, fahren wir vom Campingplatz Oberstdorf rüber ins Kleinwalsertal bis zum Parkplatz der Ifenbahn. Von hier aus geht es zunächst immer der Teerstraße entlang bis zur Ifenhütte. Macht zwar überhaupt keinen Spaß diese Straße entlangzulaufen, ist aber richtig schön steil…(und für alle, die Seilbahnen nicht boykottieren: Ihr könnt auch das ja auch sparen!)

Ab der Ifenhütte geht es dann endlich auf einem Pfad und Almwiesen entlang in Richtung Hoher Ifen. Die Wegführung ist unschwierig und teilt sich nur einmal in der Ifenmulde in Richtung Hoher Ifen und Gottesackerplateau, Hahnenköpfle. Wir nehmen den Steig in Richtung Hoher Ifen. Nachdem wir ein größeres Altschneefeld gequert haben, geht es steil hinauf durch die Ifenwand. Der Steig führt sehr steil und teilweise ausgesetzt bis zum Ifenplateau. Ab hier geht es dann unschwierig weiter bis zum Gipfelkreuz. Genießt die Aussicht und riskiert einen Blick in den Abgrund auf das Gottesackerplateau! Nach verdienter Rast machen wir uns an den Abstieg über das Gottesackerplateau. Da wir heute etwas unter Zeitdruck stehen und ja noch zurückfahren müssen, geht es über die gleiche Strecke auch zurück zur Ifenhütte, wo wir uns nach getaner Arbeit mit vorzüglichen Kaspressknödeln belohnen. Eine schöne Variante ist der Abstieg über den Eugen Köhler Weg und die Melköde, dafür haben wir heute aber leider keine Zeit mehr. Der weitere Abstieg bis zur Talstation der Ifenbahn ist dann eine reine Pflichtübung.

volle Distanz: 15666 m
Maximale Höhe: 2201 m
Minimale Höhe: 1280 m
Gesamtanstieg: 1119 m
Gesamtabstieg: -1118 m
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Oberstdorf – Rubihorn und Hoher Ifen
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4 Kommentare

  • conny sagt:

    Hi Alex,

    ich sehe gerade mir bekannte Touren auf deiner HP. Wenn man schon in der Nähe ist, muss man schon mal die Klassiker des Allgäus abgrasen. :)
    Ganz genau. Und das sind tolle Touren mit herrlichen Ausblicken.

    Und wow, du hast wirklich ne Menge unterschiedlichster interessante Touren hier. Da muss ich noch ein wenig Stöbern.

    Viel Spaß weiterhin!
    Sonnige Grüße aus dem Allgäu
    Conny

  • Hallo Conny,

    vielen Dank! Ja, die beiden Touren sind absolut traumhaft…
    Ich wünsche dir auf jeden Fall noch viel Spaß beim Stöbern und hoffe, daß eine Tour für dich dabei ist!

    Sonnige Grüße zurück ins Allgäu

    Alex

  • Michael sagt:

    Hallo Alex,

    eine wirklich tolle Tour … freue mich schon darauf, sie demnächst wieder einmal in Angriff zu nehmen.

    Aber mir geht es wie Conny, kann nur den Hut ziehen, wo Du schon überall unterwegs warst. Wow.

    Habe Eure Page jetzt auch zur Wahl des beliebtesten Outdoorblog 2014 aufgenommen.

    Alles Liebe
    Michael

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