Der Kloster-Felsenweg im Donautal

Von 21. August 2014 Mai 28th, 2019 Bergtouren und Wandertouren, Deutschland

Spannende Rundwanderung auf dem Kloster-Felsenweg im Donautal bei Inzigkofen.

Die spannende Rundwanderung auf dem Kloster-Felsenweg im Donautal bei Inzigkofen bringt uns zu allen Naturschönheiten vor der Haustür der Fürsten von Hohenzollern.

Kloster-Felsenweg Blick vom Gespaltenen Fels auf die Donau

Blick vom Gespaltenen Fels auf die Donau

Nachdem wir unser Auto am Sportplatz von Laiz geparkt haben, folgen wir der Ausschilderung „Kloster-Felsenweg“ und gehen über den Deichwall an der hier noch jungen Donau entlang. Schon bald verlassen wir den Wall und wandern entlang des Waldrandes, bis wir unseren ersten Aufstieg zum Amalienfelsen beginnen. Dieser mündet in eine wunderschöne Lindenallee, die uns direkt zum Felsen führt.

Der Amalienfelsen

Der Amalienfelsen ragt knappe 30 Meter über den Wasserspiegel der Donau und ist der Sigmaringer Fürstin Amalie Zephyrine (1760-1841), der Schöpferin des einzigartigen Inzigkofener Landschaftsparks, gewidmet. Der Sage nach hat sie sich von diesem Felsen aus Liebeskummer mit einem Schimmel in die Fluten der Donau gestürzt. Tatsächlich ist Amalie aber mit 81 Jahren im für sie errichteten Inzikofener „Schlössle“ verstorben.

Der Blick vom Amalienfelsen auf die Donauschlaufe ist wirklich sagenhaft. Wir schauen den Paddlern in der hier noch ruhigen Donau hinterher und können uns gut vorstellen, dass sich hier die Fürsten des Hohenzollernhauses an warmen Sommertagen ein erfrischendes Bad genehmigt haben.

Der Weiterweg führt entlang des Donauufers und dann links durch ein Waldstück, bis wir das Kloster Inzigkofen erreichen. Im Kloster Inzigkofen solltet ihr euch unbedingt den dort angelegten Kräutergarten anschauen. Wer möchte, kann auch noch eine Runde im Bauernmuseum des Schwäbischen Albvereins drehen.

Die Beschilderung am Kloster-Felsenweg

Die Beschilderung am Kloster-Felsenweg

Kurz hinter der Klostermauer biegt der Wanderweg nach rechts ab und wir steigen ein paar Meter hinab bis zur Teufelsbrücke.

Die Teufelsbrücke

Der Sage nach ist diese Brücke vom Leibhaftigen selbst erbaut worden, um als Gegenleistung eine Menschenseele aus Inzigkofen zu bekommen. Die erste Seele, die über die Brücke geht, sollte es treffen. Aus den alten Quellen geht hervor, dass die Inzigkofener Bevölkerung zuerst einen Hund über die Brücke gejagt haben soll, um dem Teufel ein Schnippchen zu schlagen…

Wir folgen dem schmalen Pfad bis zum Aussichtspunkt am Känzele, gönnen uns eine kurze Pause und genießen die wunderbaren Ausblicke ins Donautal. Von hier führt uns der Wanderpfad über die Inzigkofer Grotten bis hinunter ins Tal.

Die Inzigkofer Grotten

Die malerischen Formationen sind durch Auswaschungen von Massenkalken im tropisch-warmen Weißjurameer vor etwa 150 Millionen Jahren entstanden. Besonders hervorzuheben ist die Nebelhöhle, eine etwa 5 Meter hohe und 10 Meter tiefe Felsgrotte. Erbprinz Karl-Anton hat diese 1840 möbliert und bei Jagdende wurde hier das gesamte erlegte Wild aufgereiht und Halali verblasen.

Im Tal angekommen, wandern wir immer in Sichtweite der Donau und folgen der Brücke ans andere Ufer. Am alten Bahnhof biegen wir nach rechts in den Wald ab und steigen hinauf bis zum Gebrochen Gutenstein.

Ruine Gebrochen Gutenstein

Die mittelalterliche Burganlage gliedert sich in zwei Teile: Der Hauptburg und dem Wirtschaftshof. Die Hauptburg wurde auf dem Felsen aufgebaut und der Wirtschaftshof auf der daran angrenzenden Hochfläche. Die Hauptburg bestand aus Wohnturm und Unterburg. Heute sind nur noch die Reste des Wohnturms auf der Felsnadel erhalten.

Abermals genießen wir die einzigartige Aussicht auf die malerische Auenlandschaft des Donautals. Wieder steigen wir ins Tal hinab und folgen zunächst einem Pfad und später Schotterwegen, bis wir an einer Waldkreuzung den Erratischen Block erreichen.

Der Erratische Block

Beim Erratischen Block handelt es sich um einen weitgereisten Findling. Es ist Gneis aus der Silvretta, der über die Gletscher der Rißeiszeit bis zu seinem endgültigen Bestimmungsort kam. Wanderer verschönern ihn heute mit zahlreichen Steinmännchen.

An der Waldkreuzung biegen wir nach rechts ab und machen noch einen kurzen Abstecher zum Gespaltenen Felsen. Wir erhaschen eine letzte Aussicht über das wunderschöne Donautal und wandern über eine Ackerlandschaft zurück zum Ausgangspunkt unserer Tour auf dem Kloster-Felsenweg.

Gesamtstrecke: 13980 m
Maximale Höhe: 678 m
Minimale Höhe: 572 m
Gesamtanstieg: 398 m
Gesamtabstieg: -409 m
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