Blaubeuren – Wunderschöne Rundwanderung durch das Blautal zur Ruine Rusenschloss und dem Blautopf.

Eigentlich wollten wir, bedingt durch meinen Aussenbandriss am linken Sprunggelenk, nur eine kleine Altstadtrunde in Blaubeuren drehen – doch dann kam alles anders. Die spätmittelalterliche Stadt Blaubeuren präsentiert sich als echtes Kleinod der Schwäbischen Alb. Eingerahmt von bizarren Felsformationen liegt sie inmitten des wunderschönen Blautals und direkt am Blautopf.

Im alten Gerberviertel von Blaubeuren

Im alten Gerberviertel von Blaubeuren

Altstadtrundgang Blaubeuren

Der Altstadtrundgang in Blaubeuren beginnt direkt an der Touristeninformation und führt in die schönsten Ecken der Kleinstadt. Auf dem etwa 1,5 Kilometer langen Rundweg weisen 13 Stelen durch die Straßen und Gassen der Altstadt. Der darauf abgebildete QR-Code enthält Informationen zum jeweiligen Standort. Also das Smartphone nicht vergessen!

Während des Rundgangs merke ich, dass mein Fuß mitspielt. Dank der Knöchelschiene fühle ich mich sicher und habe keinerlei Schmerzen. Ich beschließe noch eine kleine „Extrarunde“ dranzuhängen. Zunächst führt uns ein asphaltierter Weg durch das wunderschöne Blautal. Immer Nahe an der Blau entlang, bieten sich wunderschöne Ausblicke auf die Ruine Hohengerhausen, auch Rusenschloss genannt. Die Höhenburg wurde um 1080 von Graf Hartmann II. von Dillingen erbaut.

Kurz hinter der Hütte des Schwäbischen Albvereins führt eine Brücke über die Blau. Jetzt packt mich der Ehrgeiz. Ich fühle mich fit genug nicht sofort nach Blaubeuren zurückzuwandern, denn den Ausblick von der Ruine Rusenschloss möchte ich mir nicht entgehen lassen.

Informationstafel Aserbaidschan

Nach Aserbaidschan ist es ja auch nicht mehr so weit…

Ruine Hohengerhausen – Das Rusenschloss

Der steile Anstieg zum Rusenschloss ist zum Glück nicht so lange, denn hier merke ich meinen Fuß dann doch ein bisschen. Die Sicherheit verlässt mich ein wenig – bloß keinen Fehltritt machen! Es geht alles gut und schon bald genießen wir die erhabene Aussicht vom Rusenschloss auf das Blautal und Blaubeuren. Fantastisch!

Der weitere Wegverlauf ist zwar ein stetiges Auf und Ab, stellt aber auf dem befestigten Schotterweg für mich kein Problem dar. Vom Kriegsdenkmal bei Sonderbuch genießen wir einen letzten Ausblick ins Tal, bevor wir den unproblematischen Abstieg nach Blaubeuren beginnen.

Der Blautopf

Wieder in Blaubeuren angekommen wartet ein weiteres Highlight auf uns – der Blautopf. Wie ein leuchtendes Auge aus den Tiefen der Erde strahlt er uns an. Blau und Grün verfließen ineinander, wie ich es nur noch vom Urpringtopf in Schelklingen kenne.

Aufgrund der Ergiebigkeit dieser Karstquelle und den weit verzweigten Höhlensystemen, war dieses Gebiet schon früh von Menschen besiedelt. So hat man hier eine etwa 35.000 Jahre alte Flöte aus Schwanenknochen gefunden. Ein frühes Zeugnis künstlerischen Schaffens. Wahrscheinlich ist die Blautopfhöhle sogar Deutschlands schönste Höhle. Fest steht auf jeden Fall, daß die Höhle am Blautopf derzeit das längste Höhlensystem der Schwäbischen Alb ist. Leider bleibt der Zugang zur wunderschönen Blauhöhle aber einer kleinen Gruppe von Höhlentauchern vorbehalten. Das Höhlensystem am Blautopf wird ständig weiter erforscht und somit werden jedes Jahr neue Erkenntnisse gewonnen und Entdeckungen gemacht. Derzeit beträgt die aktuelle Länge der Blauhöhle über dreizehn Kilometer! Der Blautopf ist ein wirklich gelungener Abschluß dieser wunderschönen Rundtour!

Fakten zum Blautopf: Die Quelle des Blautopfs liegt in 22 Metern Tiefe und es strömen etwa 2.000 Liter pro Sekunde aus ihr – in Spitzenzeiten sind es sogar bis zu 32.000 Liter!


Gesamtstrecke: 7359 m
Maximale Höhe: 691 m
Minimale Höhe: 494 m
Gesamtanstieg: 336 m
Gesamtabstieg: -307 m
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2 Kommentare

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