Im Reich der Küchenschelle und des Enzians.

Als Blumen-und Aussichtsberg der Sonderklasse zieht der Sumpfkopf gerade im Frühjahr viele Wanderer an. Die südgerichtete Lage begünstigt ab der Schneeschmelze eine lange Blütezeit. Abschnittsweise leuchtet es mitunter blitzblau am Weg zum Sumpfkopf: Der stängellose und kurzblättrige Enzian blüht tausendfach, aber auch die Küchenschellen bieten ein farbenprächtiges Frühlingsspektakel. Zur Blumenschau gesellen sich die erfrischenden Ausblicke auf die noch teils weißen Brennerberge und das „ergrünte“ Wipptal samt Seitentälern. Die verschiedenen Auf- und Abstiegsmöglichkeiten zu diesem Gipfel zwischen dem Schmirn- und Padastertal tragen das Ihre zur Beliebtheit bei. Die „ausgewachsene“ Variante der Bergtour startet in St. Jodok, während die Kurzvariante in Hochgenein, dem höchstgelegenen Wipptaler Bauernhof, beginnt. Wegverlauf: Von St. Jodok ist der mit Lawinengattern bestückte Sumpfkopf bereits zu sehen. Der Aufstieg in Richtung Hochgenein führt zuerst zum Bahnhof und dann zu einem Bauernhof, der direkt oberhalb der Bahnhaltestelle steht. Danach geht es links ausholend auf einem Forstweg weiter, der in einer Schleife oberhalb der Wiesen zu einem Steig leitet, der sehr steil im Wald nach Hoch-genein aufsteigt. Dieser Abschnitt ist der anstrengendste Teil der Tour. Vom „Haggeneiner“ geht´s entlang der Wiesen und im Wald mit schönen Ausblicken nach Süden (mit der markanten nahen Bergkuppe des Padaunerkogels) und ins Obernbergtal zum Hochgeneinerjöchl. Knapp vor Erreichen des Jöchls, dem Übergang ins Padastertal, beginnt die von Enzian ganz in Blau gehaltene Blumenpracht. Am Hochgeneinerjöchl öffnet sich der Blick nach Norden übers Wipptal hinweg bis zur Innsbrucker Nordkette. Das Kreuz am Hochgeneinerjöchl bleibt hinter Ihnen. Am breiten Gratrücken zwischen dem Schmirn- und Padastertal ansteigend – mit Blick zum verschneiten Olperer-Fußstein-Massiv und zu vielen anderen Bergspitzen der Tuxer und Zillertaler Berge – rückt der Sumpfkopf näher. Begleitet werden Sie auch hier schon früh im Jahr von einer erfrischenden, vielfarbigen Blumenpracht. Schließlich ist das Gipfelkreuz am Sumpfkopf erreicht. Für den Abstieg bieten sich mehrere Varianten an: Steil und exponiert leitet ein Steig wenige Meter taleinwärts vom Kreuz durch die Südflanke zur sogenannten Lacke und weiter zum Forstweg, der zum ehemaligen Gh. Edelraute führt. Schöner ist der Rückweg am bekannten Grat bis zum kleinen Sattel mit den zahlreichen Wegweisern und von dort auf dem urigen, steilen Waldsteig (Nr. 73) in direkter Linie zu den Höfen im Bereich des ehemaligen Gh. Edelraute hinunter. Am asphaltierten Weg geht´s dort kurz taleinwärts, um dann (Wegweiser Odumer, St. Jodok) über die Obere in die Untere Schmirner Leite und weiter nach St. Jodok zu kommen.

Fotostrecke zur Bergtour auf den Sumpfkopf

Tourensteckbrief Bergtour Sumpfkopf (2317 m)

Charakteristik: Bekannte und beliebte Blumenwanderung, problemlos, im ersten Teil aber sehr steil.

Anforderungen: Etwas Trittsicherheit. Trekkingschuhe sind empfehlenswert. Elementares Orientierungsvermögen.

Beste Jahreszeit: Mai – September

Gehzeit: 6 h

Länge: 12,6 km

Aufstieg: 1190 Hm

Abstieg: 1190 Hm

Startpunkt der Tour: St. Jodok, Parkplatz im Dorf

Endpunkt der Tour: St. Jodok, Parkplatz im Dorf

Schwierigkeit

50%

Kondition

45%

Erlebnis

70%

Landschaft

70%

Tourenblatt Bergtour Sumpfkopf zum Download

Tourenblatt zum Download im PDF-Format

Vielen Dank an den Tyrolia Verlag, der mir diese Tour aus dem Tiroler-Vier-Jahreszeiten-Wanderbuch zur Verfügung gestellt hat.

Bergtour Sumpfkopf
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