Erlebnistour im Hohen Vogelsberg – Über Bergwiesen, abwechslungsreiche Waldgebiete & urwüchsige Basaltformationen zu den höchsten Erhebungen im Vogelsberg.

Es ist ein klarer Tag, eiskalt und windig. – Genau richtig für zwei Unerschrockene! Wir machen uns auf eine „Gipfeltour“ und starten unsere Runde am Hoherodskopf im Hohen Vogelsberg. Der Weg führt uns über die Rodelbahn hinab in Richtung des Sattels oberhalb von Breungeshain. Hier schlägt uns der Wind besonders hart entgegen, da keinerlei Bewuchs diese Wucht abfangen könnte. Manchmal brechen wir knietief in Schneeverwehungen ein. Nach dem Sattel folgen wir zunächst dem breiten Forstweg, der uns aber bald in einen urigen Pfad bis zum Bilstein entlässt.

Vogelsberg - Auf dem Bilstein

Perfect Blue – Auf dem Bilstein

Der Bilstein

Dort wo heute die Basaltformationen des Bilsteins stehen, stieg vor vielen Millionen Jahren durch eine Spalte Magma empor. Begünstigte Austrittswege sind Brüche, die durch Tektonik entstehen. Der Bilstein besteht aus Basanit, ein Basalt verwandtes Vulkangestein.

Winterzauber im Vogelsberg

Winterzauber im Vogelsberg

Nachdem wir den Rundumblick vom Bilstein auf die urwüchsige Vogelsberger Landschaft ausgiebig genossen haben, steigen wir durch einen tief verschneiten Wintermärchenwald und über offene Felder und Wiesen bis nach Busenborn ab. Wir durchqueren das verschlafene Nest, obwohl hier die Möglichkeit zur Einkehr bestanden hätte. – Trotz der Aussicht auf ein bisschen Wärme gehen wir weiter.

Da Busenborn der tiefste Punkt der Tour ist, muss es jetzt wohl wieder aufwärts gehen! Nach einem mäßig steilen aber im tiefen Schnee doch anstrengendem Anstieg, trifft uns der eiskalte Wind abermals mit voller Wucht. Wir wandern im Schneegestöber erst hinunter und auf der anderen Seite wieder hinauf bis zur „Platte“, von wo man eine spektakuläre Rundumsicht auf den Verlauf der Tour hat. Von hier geht es durch das Herz des Naturparks Hoher Vogelsberg bis hinauf zum Gackerstein.

Der Gackerstein

Die Magerrasen-Vegetation auf dem Gackerstein vermittelt einen Eindruck, wie es hier in der Eiszeit ausgesehen haben muss. Hier können nur wahre „Lebenskünstler“, wie Zwergsträucher, Gräser, Kräuter, Moose und Flechten gedeihen, die mit wenigen Nährstoffen auskommen. Später wurden diese Flächen beweidet und die magersten und steinigsten mit Schafen und Ziegen bewirtschaftet. Zu Füßen des Gackersteins lag einst die alte Ansiedlung Breungeshain, die im Mittelalter aus wahrscheinlich besseren klimatischen Bedingungen weiter in den geschützten Talkessel umgelegt wurde.

Vom Biotop Gackerstein folgen wir dem Weg durch geschützten Buchenwald, vorbei an Forellenteichen und genießen auf den Magerrasen-Wiesen den herrlichen Weitblick zur Taufsteinhütte, bis wir schließlich wieder auf dem Hoherodskopf ankommen.

volle Distanz: 12956 m
Maximale Höhe: 739 m
Minimale Höhe: 470 m
Gesamtanstieg: 413 m
Gesamtabstieg: -412 m
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